Übergewicht bringt viele Probleme und Risiken mit sich. Das wissen in der Regel nicht nur die Ärzte, sondern auch die Betroffenen. Eine reduzierte Ausdauer gehört zu den harmloseren Beeinträchtigungen, wesentlich schlimmer ist die Gefahr, dass die Nieren ihren Dienst quittieren können. Das Gemeine daran ist der schmerzlose Ablauf. Das heißt, dass erst dann die ersten Symptome auftreten, wenn es schon zu spät ist. Ein Grund, wieso man sich regelmäßig untersuchen lassen sollte. Auch wenn ein Mensch zwei Nieren hat, die Vernachlässigung des wichtigen Organs ist mit nichts zu entschuldigen. Das liegt auch daran, weil sich die Schäden nicht mehr rückgängig machen lassen. Im besten Fall kann es gestoppt oder verlangsamt werden, das schlimmste Szenario ist die Blutwäsche.
Übergewicht als Hauptgrund
Menschen mit einem zu hohen Körpergewicht leiden meist unter diabetes mellitus und entwickeln außerdem sehr schnell hohen Blutdruck. Beide Faktoren haben einen negativen Einfluss auf die Niere, die jede Minute rund ein Liter Blut filtert. Dafür sind die ca. 1,5 Millionen kleinen Filter verantwortlich, die täglich 180 Liter Primärharn filtern müssen. Vergleicht man das gewicht einer Niere von nur 120 Gramm, dann ist es eine doch beeindruckende Leistung.
Ein weiterer Grund (neben Bluthochdruck und Diabetes) ist das Fettgewebe. Es dient in erster Linie als Hülle und Speichermedium, doch können darin auch Hormone entstehen. Diese wiederum sind mit der Gefahr ausgerüstet, dass sich Entzündungen entwickeln können. Diese nehmen dann auch die Nieren ins Visier und sorgen für eine Nierenkrankheit mit eingeschränkter Funktion. In Deutschland haben etwa zwei Millionen Menschen damit zu kämpfen. Hilft keine Therapie oder Behandlung mehr, dann steht nur mehr die Option einer regelmäßigen Blutwäsche zur Verfügung.
Wie gut sind die Chancen einer erfolgreichen Behandlung?
Der Mensch selbst spürt es nicht, wenn das Organ seiner Arbeit nicht mehr vollständig nachgeht. Das lässt sich nur mit Untersuchungen (beispielsweise mit einem Test, welcher das Eiweiß im Urin misst) herausfinden, wobei Risikopatienten die jährliche Früherkennungsuntersuchung unbedingt wahrnehmen sollten. Ansonsten sind optimale Einstellungen beim Blutdruck/Blutzucker, ausreichend Bewegung und eine gesunde Mischkost wichtig. Selbstverständlich trägt auch ein Körpergewicht im Normalbereich zur Vorbeugung bei. Der Lebensstil spielt letztendlich eine wichtige Rolle, wenn um das Risiko eines Nierenschadens geht.

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