Wenn Sie Schmerzen in Hüfte oder Knie haben, ist nicht selten eine reaktive arthritis dafür verantwortlich. In den meisten Fällen liegt dem ein heftiger Infekt zugrunde. Nur wenige Ärzte können dies richtig deuten, Patienten erst recht nicht.
reaktive arthritis – Frauen und Männer betroffen
Dass ein Zusammenhang zwischen einem zurückliegenden Infekt und entzündeten gelenkschmerzen besteht, ist kaum bekannt. Sogar viele Ärzten ist dies unbekannt. Dabei erkranken in jedem Jahr rund 40.000 Personen an einer reaktiven Arthritis. Mit einem Beginn der Erkrankung ist oft bereits ab einem Alter unter 40 Jahren zu rechnen. Ebenfalls Frauen wie Männer sind betroffen.
Weshalb sich die reaktive Arthritis schwer erkennen lässt ist darin zu begründen, dass der Infekt meistens bereits etliche Wochen oder gar Monate zurückliegt. Zudem nehmen zahlreiche Infekte einen symptomlosen Verlauf.
Ursachen für eine reaktive Arthritis – gefährliche bakterien
Als Auslöser der Erkrankung kommen Bakterien in Betracht. Dabei besonders jene, die eine Halsentzündung, Husten, Blasenentzündung, Geschlechtskrankheiten und Durchfälle auslösen. Im Verlaufe der Infektion gelangen Bakterien oder deren Überreste in den Bereich der Gelenke. Darauf reagieren diese mit einer Arthritis. Häufig siedeln sich Bakterien in der Hüfte, dem Sprunggelenk wie dem Knie an. Dahingegen selten betroffen sind Handgelenke, Finger, Schultern und Ellenbogen.
Symptomatik einer infektiösen Arthritis
Vom immunsystem werden eingedrungene Keimfragmente in der Gelenkflüssigkeit oder -innenhaut erkannt. Anschließend beginnt es, diese mittels Entzündung zu bekämpfen. Dabei erhitzt sich das Gelenk, wird rot und dick. Hieraus resultieren die Schmerzen.
Einmal von einer reaktiven Arthritis betroffen, ist viel Geduld notwendig. Bis eine Linderung eintritt, kann ein halbes Jahr vergehen. Auf jeden Fall können Betroffene mit einer vollständigen Ausheilung rechnen. Jedenfalls in den meisten Fällen. Jedoch sind auch Jahre darauf noch Wetterfühligkeiten innerhalb der Gelenke möglich. Etwa 40 Prozent aller Erkrankten können zu Rückfällen neigen oder eine chronische Arthritis entwickeln.
Zur Therapie empfehlen sich Schmerzmittel wie beispielsweise Diclofenac oder Ibuprofen. Aber auch Antirheumatika ohne Kortison können helfen. Zwar handelt es sich bei der reaktiven Arthritis um keine lebensbedrohliche Krankheit. Dennoch sollte sie von einem Rheumatologen oder Orthopäden therapiert werden.
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