Knochenschwund ist eine ernstzunehmende Krankheit, die für Betroffene Folgen hat. Positiv ist aber zumindest, dass diese relativ selten auftritt. Im Durchschnitt trifft es eine von 250.000 Damen, die während oder nach einer schwangerschaft daran erkranken. Die Ursache für diesen Umstand beginnt bereits mit dem ungeborenen Kind im Bauch der Mutter, denn der Säugling ist für eine erfolgreiche Knochenbildung auf kalzium angewiesen. Um die Versorgung zu ermöglichen, wird dies vom mütterlichen Skelett geholt. Zum Schutz der Mutter sorgt das in dieser Zeit reichlich vorhandene Hormon Östrogen für einen nicht zu hohen Verlust.
Im Prinzip herrscht also bereits in dieser Phase ein Risiko, doch richtig ernst wird es erst in der Phase des Stillens. Nach der Geburt sinkt nämlich der Östrogenspiegel wieder, sodass automatisch auch der Schutz verloren geht. Nimmt das Neugeborene beim Stillen nun weiter Kalzium auf (bis zu 150 Milligramm täglich sind möglich), dann kann es zu einer abnehmenden Knochendichte kommen (sofern dieser Verlust von der Mutter nicht kompensiert werden kann).
Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen
Rückenschmerzen (und generell Schmerzen im Rückenbereich) werden während oder nach einer Schwangerschaft meist als normale Folge abgestempelt. Doch in Wahrheit sollte man solche Beschwerden immer untersuchen lassen, denn es kann durchaus Knochenschwund der Grund sein. Vor allem bei Vorbelastungen (wie einer genetischen Veranlagung oder einer niedrigen Knochenmasse) steigt das Risiko in die Höhe. Die Realität sieht aber leider anders aus, die Diagnose kommt oft erst bei Knochenbrüchen ans Tageslicht.
Die Knochen schützen
Um das Risiko eines Knochenschwunds so weit wie möglich zu reduzieren, empfehlen Experten die Durchführung einer Knochendichtemessung (im idealen Fall noch vor der Schwangerschaft). Sollte man anschließend ein Risikopatient sein, dann gilt es unter Umständen ganz auf das Stillen zu verzichten. Während der Schwangerschaft selbst besteht im Normalfall dank des Hormons Östrogen nur ein geringes Risiko. Betroffene kann man mit Medikamenten behandeln, allerdings erst nach der Geburt. Im Durchschnitt kommt der Knochenstoffwechsel so wieder auf die normale Spur, manchmal geschieht dies sogar ganz von alleine.
Interessant: Eine gute Knochendichte hat viel mit der Zeit als Kind und Jugendlicher zu tun. sport und körperliche Aktivitäten zeigen dabei die beste Wirkung, um später zum Beispiel nicht an einer Osteoporose zu erkranken.



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