Zwischen Aschermittwoch und der Karwoche ist fasten angesagt. Damit können Sie Ihrer gesundheit etwas Gutes tun.
Was verstehen wir unter Fasten?
Beim Fasten geht es für einen begrenzten Zeitraum um das freiwillige Verzichten auf Genussmittel. Aber auch feste Nahrung steht in dieser Zeit nicht auf dem Speiseplan. Extremste Form des Fastens ist das Heilfasten. Dabei können Sie Tee und Wasser trinken, soviel Sie wollen. Außerdem dürfen Sie morgens eine gewisse Menge Gemüse- und Obstsäfte wie auch Gemüsebrühe zu sich nehmen. Kräutertee mit Honig gesüßt ist ebenfalls erlaubt.
Den Begriff Heilfasten prägte der Arzt Otto Buchinger. Er litt unter schwerem Rheuma an den Gelenken. 1919 unterzog sich Buchinger einer dreiwöchigen Fastenkur. Während dieser Kur machte der Arzt gute Erfahrungen.
Fasten – was muss ich beachten?
Fastentage gelten als Einleitung der Entlastungsphase. Während dieser verzehren Sie leichte Kost. Ist der darm entleert, beginnt das Fasten. Drei Liter pro Tag sollten es wenigstens sein. Dabei sind pro Tag mit dieser Flüssigkeitszufuhr 500 kalorien nicht zu überschreiten. Zum Ende des Fastens leiten Sie das so genannte Fastenbrechen ein. Dann ist der Verzehr einer Gemüsesuppe und eines reifen Apfels erlaubt. Anschließend ernähren Sie sich in den Aufbautagen mit leichter Kost.
Leiden Sie an diabetes, hohem Blutdruck, Erkrankungen im herz-Kreislauf- oder Nierenbereich? Sind Sie an Krebs oder einer Überfunktion der Schilddrüse erkrankt? Dann empfehlen zahlreiche Mediziner auf ein strenges Fasten zu verzichten. Gleiches gilt für eine dauerhafte Medikamenteneinnahme, nach einer überstandenen Operation oder Infektion. Stillenden und schwangeren Frauen, Kindern und untergewichtigen Personen wird ebenfalls vom Fasten abgeraten.
Ist mit Nebenwirkungen zu rechnen?
Während des Aufstehens kann sich ein leichtes Schwindelgefühl durch die verringerte Nahrungszufuhr bemerkbar machen. Trinken Sie normalerweise morgens kaffee, stellt sich womöglich eine Art Koffeinentzug ein. Kopfschmerzen können die Folge sein. Auftretendes Hungergefühl verliert sich nach etwa einem Tag. Ihre Stimmung hellt sich während der Zeit des Fastens meistens binnen drei Tagen auf.
Nehmen Sie unmittelbar nach Ihrer Fastenkur keine süßen und stark fetthaltigen lebensmittel zu sich. Ansonsten müssen Sie mit einer geringen positiven Nachwirkung der Kur rechnen. Geben Sie bestenfalls einer pflanzlichen Kost den Vorzug. Weil sich Ihr Geschmackssinn durch das Fasten bessert, haben Sie kaum Schwierigkeiten mit dieser Umstellung.

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