Dornröschen-Syndrom – wenn Menschen wochenlang schlafen

Dornröschen-Syndrom

Nach einem anstrengenden Tag möchte man nur mehr schlafen. Doch was ist, wenn dieser Schlaf mehrere Wochen dauert? In dem Film Dornröschen kommt so eine Szene vor, aber das ist doch nur ein Märchen, oder? Eben nicht, es gibt tatsächlich Menschen, die am sogenannten Dornröschen-Syndrom leiden. Derzeit macht die USA Schlagzeilen damit, wobei davon auch eine 23-jährige Frau betroffen ist. Ihre Familie suchte lange eine Erklärung für ihren andauernden Schlaf, schließlich verpasste sie so auch ihren Geburtstag oder Thanksgiving. Jetzt weiß man, dass es das Dornröschen-Syndrom wirklich gibt.

Hauptsächlich Erwachsene betroffen

In erster Linie müssen Erwachsene damit kämpfen. Zwar gibt es auch Fälle bei Kindern und Jugendlichen, doch die weltweit 1000 Menschen sind in der Regel schon ausgewachsen. Ein auf Schlafstörungen spezialisierter Psychiater sagt, dass es nichts mit Faulheit oder schlechter Angewohnheit zu tun hat, der Übeltäter ist eine Dysfunktion im Gehirn. Dabei fängt ein Dornröschenschlaf mit starker Müdigkeit an, die anschließend in einem Schlaf umgewandelt wird. Die Dauer variiert extrem, es kann Tage, Wochen, oder sogar Monate dauern. In dieser Zeit befindet sich ein Betroffener in einem tranceartigen Zustand. Das heißt auch, dass sich dieser nicht mehr selbst versorgen kann. Zähne putzen, Waschen oder Kochen, all diese Aufgaben sind nun unmöglich. Und wenn der Schlaf mal kurz nachlässt, dann wird diese Zeit zum und für den Gang zur Toilette genutzt. Gleich danach kommt wieder der Weg in die Traumwelt.

Genaue Ursache völlig unklar

Die Mediziner stoßen bislang auf der Suche nach der Ursache auf eine Mauer. Das liegt daran, weil die Patienten vom restlichen Gesundheitszustand her keine Beschwerden haben. Es gibt also keinen Anhaltspunkt, welcher als Auslöser hergenommen werden kann. Außerdem tritt das Phänomen von einem Tag auf den anderen auf, ein Betroffener kann also theoretisch in der Früh normal aufwachen und danach plötzlich wieder einschlafen. Wissenschaftler halten einen Virus für sehr wahrscheinlich, der den entsprechenden Teil im Gehirn (welcher für das Wach- und Schlafverhalten verantwortlich ist) angreift. Eindeutige Beweise fehlen jedoch nach wie vor, deshalb sind auch eventuelle für Vorbeugungen sehr rar. Auf jeden Fall sind Betroffene in solch einer Phase auf Hilfe angewiesen.

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