Das leidige Thema mit dem abnehmen hört wahrscheinlich nie auf. Vor allem haben viele den Wunsch, dass die Kilos wie von Zauberhand und ohne viel Aufwand purzeln. Dies weiß natürlich auch die Industrie und preist viele Produkte als Wundermittel an. Vor allem Nahrungsergänzungsmittel stehen in diesem Zusammenhang hoch im Kurs, doch nicht alles ist wahr und schon gar nicht sein Geld wert. In Großbritannien haben sich Wissenschaftler der Universität Newcastle zusammengetan und eine kleine Liste erstellt, auf welche diät-Mittel man getrost verzichten kann.
Himbeerketon
Das aus den USA stammende Mittel soll ein Abnehmziel von 14 Kilogramm in nur einem Monat realisieren. Zum Einsatz kommen Kapseln, die auf Himbeerketon setzen. Es wird auch als Rheosmin bezeichnet und ist in Himbeeren drinnen (es sorgt in erster Linie für den Geruch). Man kann es allerdings auch künstlich herstellen. Grund für das Versprechen ist eine Studie mit übergewichtigen Ratten, welche dadurch stark an Körperfett verloren haben. Bei Untersuchungen mit Menschen ist das Ergebnis allerdings unklar, so beendeten zum Beispiel von 70 Teilnehmern einer Studie nur die Hälfte den Test. Aus diesem Grund gibt es keine Beweise, dass Himbeerketon tatsächlich effektiv hilft. Besser ist es, wenn man das Geld in frisches Obst investiert. Viele Sorten enthalten nämlich ebenfalls das „Wundermittel“.
Der Matcha-Tee
Dahinter verbirgt sich ein fein vermahlenes Pulver, das aus japanischem Grüntee stammt. Es soll die gesundheit fördern, ein beliebter kaffee-Ersatz sein und auch den Appetit zügeln. Das Problem sind auch hier fehlende Studien. Dadurch kann niemand belegen, dass der Matcha-Tee tatsächlich beim Abnehmen hilft.
Die exotische Pflanze Garcinia Cambogia
In der deutschen Sprache ist die Pflanze besser als Tamarinde bekannt. Sie gilt als echter Fettkiller und soll die Kilos dank dem Inhaltsstoff Hydroxycitric Acid (HCA) quasi verschwinden lassen. Der Hauptgrund ist eine erhöhte Fettverbrennung, allerdings sieht die Wahrheit völlig anders aus. In einer Studie (welche 135 Personen beinhaltete) zeigte sich zwischen den zwei Gruppen (eine nahm HCA und die andere ein Placebo-Produkt ein) keinerlei Unterschied. Ganz im Gegenteil, die Placebo-Gruppe war unterm Strich um rund einen Kilogramm erfolgreicher.
Koffein
Nimmt man Koffein zu sich (in Form von Kapseln), dann soll dadurch der Stoffwechsel angekurbelt werden. In mehreren Untersuchungen war dies zwar der Fall, doch einen schnelleren Gewichtsverlust konnte man so auch nicht erreichen. Zwischen zwei Gruppen (drei Mal täglich 200 mg Koffein über einen Zeitraum von 24 Wochen vs. Placebos) konnte man kein besseres Ergebnis feststellen. Stattdessen traten Nebenwirkungen wie Schwindel und Schlafstörungen auf.

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