Aminosäure L-Arginin – menschlicher Organismus kann sie selbst bilden

Aminosäure L-Arginin - menschlicher Organismus kann sie selbst bildenL-Arginin zählt zu den semi-essentiellen . Besser ausgedrückt bedeutet dies, dass diese Aminosäure nicht nur über die Nahrung aufgenommen werden kann. Auch unser eigener kann sie bilden.

Erhöhter Bedarf an L-Arginin in unterschiedlichen Situationen

Im Harnstoffwechsel des Menschen kann eine kleine Menge dieser Aminosäure synthetisiert werden. Jedoch ist diese Menge zur vollständigen Deckung des täglichen Mindestbedarfs von zwei bis fünf Gramms zu gering. Ein erhöhter Bedarf an L-Arginin kann unter anderem bestehen, wenn folgende Situationen vorliegen:

  • Krankheiten, wie beispielsweise Arteriosklerose, Bluthochdruck
  • Verletzungen
  • schwere Operationen
  • während des Wachstums
  • , erhöhte körperliche Leistung
  • durch Stress.

 

L-Arginin ist eine ganz besondere Aminosäure. Sie enthält mit vier Stickstoffgruppen mehr Stickstoff als die anderen Aminosäuren. Nur deshalb kann unser Körper das Molekül Stickoxid bilden. Dabei steuert Stickoxid die Weitung der Gefäße sowie den Blutdruck und die Durchblutung.

 

Anwendungsmöglichkeiten von L-Arginin

Diese Aminosäure findet im medizinischen Bereich ein großes Anwendungsgebiet, unter anderem:

  • bei erektiler Dysfunktion (in Kombination mit Pinienrindenextrakt)
  • beim Vorliegen einer Arteriosklerose (Gefäßverkalkungen)
  • zur Stärkung des Immunsystems
  • für einen gesunden
  • Verbesserung der Insulinresistenz (bei )
  • zu einer besseren Kapillardurchblutung (bei Tinnitus und Haarausfall)
  • im Zusammenhang mit Bluthochdruck
  • wenn Angsterkrankungen vorliegen (Stress und Anspannungen zur Erhöhung des Cortisolspiegels).

 

Wirkung von L-Arginin bei Störung der Erektionsfähigkeit des Mannes

Die Aminosäure ist bei einer erektilen Dysfunktion nicht mehr wegzudenken. Denn sie bildet den einzigen Ausgangspunkt für das Molekül Stickoxid. Dies geschieht, wenn die Signale aus dem Kopf für eine Erektion in die Geschlechtsorgane des Mannes gelangen. Dann wird aus der Aminosäure im Blut das Molekül Stickoxid gebildet. Wenn Stickoxid in die Gefäße und Muskeln gelangt, kommt es dort zu einer Entspannung. Dementsprechend kann eine Erektion entstehen.

 

Für eine ordentliche Wirkung bei erektiler Dysfunktion sind mindestens 3000 mg L-Arginin notwendig – besser 5000 g. Sofern eine Kombination von L-Arginin mit 80 mg bis 120 mg Pinienrindenextrakt erfolgt, sind die Ergebnisse zur Steigerung der Potenz noch viel beeindruckender. Bei erektiler Dysfunktion kann dann von einer Erfolgsrate von 90 Prozent ausgegangen werden. Während der kombinierten Einnahme dieser Aminosäure und Pinienrindenextrakt sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

 

Wirkung der Aminosäure bei Arteriosklerose

Besonders effizient wirkt die Aminosäure zur Verbesserung der Durchblutung und gegen Bluthochdruck. L-Arginin ist in der Lage, den Homocysteinspiegel des Blutes gemäßigt zu halten. Demzufolge führt dies zu einem Rückgang der klinischen Fälle. Bei Patienten mit -Kreislauf-Problemen kann diese Aminosäure gezielt ihren Einsatz finden. Kurzum: zur weiteren Senkung des Homocysteinspiegels empfiehlt sich die zusätzliche Einnahme der Vitamine

 

Patienten mit Arteriosklerose konnten bei Einnahmen von 3000 mg L-Arginin in Kombination mit den drei Vitaminpräparaten ihren Blutdruck senken. Ferner ließ sich eine allgemeine Verbesserung der Durchblutung und der männlichen Potenz feststellen.

 

Wirkung der Aminosäure bei Diabetes mellitus

Des Weiteren lässt sich L-Arginin zur Verbesserung des Insulinstoffwechsels einsetzen. Dabei stimuliert die Aminosäure die Insulinabsonderung. Zudem unterbindet sie die fortschreitende Zerstörung der B-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Deshalb ist die Aminosäure bei Patienten mit Diabetes mellitus zusammen mit anderen Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien sehr zu empfehlen.

 

Funktion der Aminosäure

L-Arginin besitzt zahlreiche lebenswichtige Funktionen und ist sehr variabel einsetzbar

  • Steuerung der Gefäße (steuert Gefäßspannung und damit Blutdurchfluss sowie Blutdruck)
  • Eiweißstoffwechsel (schädliches Ammoniak kann in Harnstoff überführt werden und gelangt so nicht in den Blutkreislauf)
  • Muskelaufbau (regt die Freisetzung der Wachstumshormone Prolaktin und Glukagon an, steigert Muskelaufbau, hemmt unkontrollierte Anreicherung von Fett).

 

Nahrungsmittel mit viel L-Arginin

Besonders reich an dieser Aminosäure sind rohes Schweine- und Hähnchenbrustfleisch. Wenn das Fleisch allerdings gegart wird, nimmt der Gehalt an der Aminosäure wieder ab. Allerdings gibt es noch andere Nahrungsmittel, die reich an dieser Aminosäure sind. Zum Beispiel handelt es sich dabei unter anderem um:

  • Pinienkerne
  • Erd-, Wal- und Haselnüsse
  • Sojabohnen
  • Weizenkeime
  • Garnelen
  • Thunfisch
  • Hühnerfleisch

 

All diese gelten als besonders gesund für die Gefäße und den Blutdruck.

 

 

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